Ein Rückblick auf unseren virtuellen Salon zum Thema Fördermittelstrategie mit Moritz Sommer von der Forenti GmbH
Was haben 30 AusserGewöhnliche und ein Experte für Fördermittel gemeinsam?
Den Wunsch, 2026 Millionenbeträge legal in die eigene Kasse zu saugen – und den Plan, wie das geht.
Anfang des Jahres hatten wir beim Salon „Sinn macht Gewinn“ gefragt, womit ihr euch gegenseitig unterstützen könnt.
Moritz Sommer meldete sich damals mit einem Angebot, das schwer zu ignorieren ist: Er kennt sich aus mit Förderprogrammen – und hat uns beim Online-Salon Ende Februar gezeigt, warum das für uns alle relevant ist.
DIE GRUNDBOTSCHAFT: DAS GELD IST DA. WIRKLICH.
Deutschlandweit und europaweit gibt es Milliarden an Fördermitteln, die jedes Jahr ausgeschüttet werden. Berliner Programme, Bundesprogramme, EU-Töpfe – die Frage ist nicht ob, sondern welche davon für dein Unternehmen passen.
Wer sich nicht bewirbt, schaut anderen beim Abholen zu. Und nein, die Kassen sind nicht so leer, wie man denkt.
Zwar schließen manche Berliner Programme zwischenzeitlich, doch für fast jedes geschlossene Berliner Programm gibt es ein Äquivalent auf Bundes- oder EU-Ebene.
Berlin und Bundesprogramme lagen laut Moritz in 2026 etwa gleichauf in ihrer Attraktivität für Berliner Unternehmen.
DER ÜBERRASCHUNGS-TIPP: RÜCKWIRKEND GELD HOLEN
Das war das konkreteste Take-away des Abends: Die steuerliche Forschungszulage erlaubt es, Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die bereits abgeschlossen und bezahlt sind, rückwirkend bis 2022 in die Förderung zu bringen.
Wer also in den letzten Jahren eine App entwickelt hat, eine neue Software gebaut oder irgendetwas innoviert hat, das „im Wettbewerb noch nicht vorhanden“ war – der sollte diesen Weg prüfen.
Das Geld aus abgeschlossenen Projekten fließt als neue Liquidität zurück und kann das nächste Vorhaben finanzieren.
ZWEI TYPEN, EIN ZIEL:
Nicht alle Programme funktionieren gleich.
Es gibt Wettbewerbsprogramme, bei denen nur die besten Anträge gefördert werden – vergleichbar mit einem Pitch vor einer Jury. Und es gibt gesetzlich gesicherte Programme: Wer die Anforderungen erfüllt und einen guten Antrag stellt, bekommt den Zuschuss.
Für viele von uns sind letztere der realistischere Einstieg.
EINFACH ANFANGEN: DIE FÖRDERDATENBANK
Der einfachste erste Schritt ist förderdatenbank.de – dort sind Berliner, Bundesprogramme und europäische Programme gemeinsam suchbar.
Einfach Schlagwort eingeben, Bundesland wählen, Unternehmensgröße angeben, und schon kommen Dutzende Programme.
Für den Berlin-Einstieg empfiehlt Moritz auch die Website der IBB (Investitionsbank Berlin), weil sie ein überschaubareres Portfolio zeigt.
DER HAKEN: KEIN GELD VOR DEM PROJEKT
Fast alle Förderprogramme arbeiten nach dem Ausgabenerstattungsprinzip: Erst investieren, dann erstatten lassen. Das bedeutet, wer mit Fördergeld plant, muss vorfinanzieren können.
Außerdem gilt das „Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns“ – das heißt, das Projekt darf offiziell nicht begonnen haben, bevor der Antrag eingereicht ist.
Bei einigen Programmen darf man „auf eigenes Risiko“ ab Einreichung starten; bei anderen (z.B. KMU Innovativ) erst nach der Bewilligung. Hier lohnt genaues Lesen der Richtlinien.
WAS KOSTET DAS? MORITZ ARBEITET AUF ERFOLGSBASIS
Keine Vorabkosten, kein Stundenhonorar. Forenti arbeitet ausschließlich auf Erfolgsprovision – ein Share der tatsächlich erhaltenen Zuschüsse.
Für Mitglieder von AusserGewöhnlich Berlin bietet er besonders vorteilhafte Konditionen an. Wer nur ein kleines Programm (z.B. 50.000 Euro Investitionsförderung) beantragen möchte, kann das gut auch selbst machen.
Wer mehrjährige Projekte plant oder unsicher ist, welche Programme sich gegenseitig ausschließen, ist bei Moritz gut aufgehoben.
UND JETZT? TASK FORCE FÖRDERMITTEL
Aus dem Salon ist eine konkrete Initiative entstanden: die Task Force Fördermittel von AusserGewöhnlich Berlin. Moritz ist das Mastermind, alle Mitglieder, die Förderanträge stellen möchten, können sich zusammenfinden. Ziel: Erfahrungen bündeln, Aufwand senken, Schwarmintelligenz nutzen – und am Ende des Jahres mit demjenigen, der am meisten Fördergeld geholt hat, zusammen feiern.
Wenn du mitmachen möchtest: Moritz ist in der Club-App erreichbar. Melde dich einfach bei ihm.
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DIE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE –
ÜBERSICHT & FAKTENLISTE
Virtueller Salon, 26. Februar 2026 | Experte: Moritz Sommer, Forenti GmbH
KERNKENNTNISSE
• Es gibt Milliarden an Fördermitteln auf Berliner, Bundes- und EU-Ebene, die jährlich ausgeschüttet werden. Wer keinen Antrag stellt, lässt das Geld anderen.
• Berlin- und Bundesprogramme sind in 2026 etwa gleichauf in ihrer Erreichbarkeit für Berliner Unternehmen.
• Die steuerliche Forschungszulage ermöglicht rückwirkende Förderung von F&E-Projekten zurück bis 2022 – auch für bereits abgeschlossene und bezahlte Projekte.
• Es gibt zwei grundlegende Programmtypen: Wettbewerbsprogramme (nur Top-Anträge werden gefördert) und gesetzlich gesicherte Programme (Förderung bei Erfüllung der Kriterien).
• Fast alle Förderprogramme arbeiten nach dem Ausgabenerstattungsprinzip: Ausgaben werden erstattet, nicht vorab ausgezahlt. Vorfinanzierung ist also nötig.
• Das Verbot des vorzeitigen Maßnahmebeginns gilt fast überall: Das Projekt darf nicht begonnen haben, bevor der Antrag eingereicht wurde. Bei manchen Programmen ist ein Start „auf eigenes Risiko“ ab Einreichungsdatum möglich.
• Doppelförderung ist ausgeschlossen: Ein Projekt kann nicht gleichzeitig von zwei Programmen bezuschusst werden.
• Berliner Förderanträge sind deutlich einfacher als EU-Anträge. Einfache Programme: 2–4 Seiten. Komplexe Programme (z.B. Pronti/Profit): 40–60 Seiten. EU-Verfahren können 12–18 Monate dauern und Pitches in Brüssel erfordern.
• Abgelehnte Anträge können mit Widerspruch angefochten oder neu eingereicht werden.
• Unternehmen unter 250 Mitarbeitenden sind bei fast allen Programmen antragsberechtigt.
TIPPS & TRICKS FÜR UNTERNEHMEN
• Wer zwischen 2022 und heute F&E-Projekte umgesetzt hat (z.B. Softwareentwicklung, App-Entwicklung), sollte die rückwirkende Beantragung der steuerlichen Forschungszulage prüfen. Das Projekt muss im Wettbewerb neuartig gewesen sein. Forschungszulage prüfen:
• Es ist möglich, parallel für verschiedene Programme Anträge einzureichen. Der administrative Grundaufwand (Stammdaten etc.) ist oft ähnlich – nur die projektspezifischen Teile variieren. Mehrere Anträge gleichzeitig stellen:
• Wer schnell Liquidität möchte, sollte mit einfach beantragbaren Schnelldrehern beginnen (z.B. GRW-Programm für Investitionen in Anlagevermögen). Erst dann die größeren, zeitintensiveren Programme angehen. Kleines zuerst:
• Nichts dokumentieren, veröffentlichen oder beginnen, bevor der Antrag eingereicht ist. Auch interne Dokumente mit frühen Zeitstempeln können problematisch sein. Kein voreiliger Projektstart:
• Was bereits auf der eigenen Website als abgeschlossenes oder laufendes Projekt kommuniziert wird, kann die Förderbeantragung erschweren oder unmöglich machen. Projektseite checken:
• Fraunhofer-Institute, TU Berlin, FU Berlin, HTW, UdK und andere suchen aktiv Unternehmenspartner für Forschungsprojekte. Wer sich als kooperationswillig positioniert, kann von EU-Förderprogrammen profitieren, die Konsortien aus mehreren Ländern oder aus Wirtschaft und Wissenschaft voraussetzen. Allerdings: IP-Fragen und längere Prozesse beachten. Mit Universitäten kooperieren:
• Für kulturelle, soziale oder Bildungsprojekte gibt es Stiftungsförderungen. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen bietet eine Datenbank für ca. 20 Euro/Monat im Abo an. Stiftungsförderung:
• ChatGPT liefert bei der Suche nach passenden Förderprogrammen nur mäßige Ergebnisse. Sinnvoller: Der Chatbot auf förderdatenbank.de selbst. Für Social-Impact-Unternehmen gibt es außerdem Reflecta (reflecta.org) – ein KI-Tool speziell für die Antragsstellung. KI-Tools mit Vorsicht nutzen:
• Wer in mehreren Bundesländern aktiv ist oder eine Niederlassung eröffnen kann, erweitert seinen Zugang zu Länderprogrammen (z.B. in Brandenburg über die ILB). Betriebsstätte als Hebel:
• Nicht alle Steuerberater sind mit der korrekten Verbuchung von Fördermitteln vertraut. Frühzeitig klären, wie Zuschüsse im Jahresabschluss behandelt werden. Steuerberater einbeziehen:
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PROGRAMME, ORGANISATION & KONTAKTE
FÖRDERDATENBANKEN & ANLAUFSTELLEN:
• förderdatenbank.de – zentrale Übersicht aller deutschen und EU-Förderprogramme; suchbar nach Schlagwort, Region, Unternehmensgröße
• IBB – Investitionsbank Berlin | ibb.de – Berliner Programme
• ILB – Investitionsbank des Landes Brandenburg | ilb.de – Brandenburger Programme
• Bundesverband Deutscher Stiftungen – Stiftungsdatenbank (Abo, ca. 20 €/Monat)
• Reflecta (reflecta.org) – KI-gestützte Antragstellung, speziell für Social-Impact-Organisationen
BERLINER & BRANDENBURGER FÖRDERPROGRAMME (BEISPIELE):
• Profit-Programm (Berlin) – bis 500.000 Euro Zuschuss + optional 10 Mio. Euro Zinsgünstigesarlehen; ein Drittel der Darlehenssumme wird bei Bewilligung sofort ausgezahlt
• Pronti (Berlin/Brandenburg) – Förderung für Innovationsprojekte; umfangreicher Antrag
• Gründungsbonus Plus (Berlin) – kleineres Programm für Gründungsvorhaben
• GRW-Programm – für Investitionen in Anlagevermögen; kurze, einfache Antragsstellung
• BEG KfW (KBSP Potenzial 61) – Förderung energetischer Sanierung von Bestandsgebäuden; bis zu 150.000 Euro Darlehen pro Wohneinheit (120.000 Euro ohne QNG/DE-Standard)
BUNDESPROGRAMME (AUSWAHL):
• Steuerliche Forschungszulage – rückwirkend beantragbar bis 2022 für abgeschlossene F&E-Projekte
– KMU Innovativ – Innovationsförderung für kleine und mittlere Unternehmen; Projektstart erst nach Bewilligung
• Kulturstiftung des Bundes – für kulturelle Projekte
EU-PROGRAMME:
• Europäischer Sozialfonds (ESF) – u.a. für Bildungs- und Sozialprojekte
• Horizon Europe / EIC Accelerator – für Forschungs- und Technologieprojekte; wettbewerbsbasiert, zeitintensiv
FORSCHUNGSEINRICHTUNGEN ALS POTENZIELLE KOOPERATIONSPARTNER:
• Fraunhofer-Gesellschaft – sehr aktiv bei Förderanträgen, erhält meist 100% Kostenerstattung
• TU Berlin, FU Berlin, HTW Berlin, UdK Berlin – alle offen für Unternehmenskooperationen
• Berlin Research 50 (BR50) – Verbund außeruniversitärer Forschungseinrichtungen
UNSER NETZWERKEXPERTE:
Moritz Sommer, Geschäftsführer Forenti GmbH – erreichbar über die AusserGewöhnlich Berlin Club-App.
Arbeitet ausschließlich auf Erfolgsbasis (Provision auf erhaltene Zuschüsse).
Für Netzwerkmitglieder: bevorzugte Konditionen.
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Task Force Fördermittel: Wenn du mitmachen möchtest,
meld dich bei Moritz in der Club-App.
Ziel: gemeinsam mehr holen, Aufwand teilen, Erfahrungen bündeln.