Mitglied: Friedrich Jülg, Winzerbruder
Unser Mitglied Friedrich Jülg bringt Wein aus der Pfalz nach Berlin – und bald auch nach Brasilien. Er kommt aus einem 2.000-Seelen-Dorf an der deutsch-französischen Grenze, wo sein Bruder das Familienweingut in dritter Generation führt.
Die Besonderheit: Die Hälfte der 20 Hektar liegt in Frankreich, die andere in Deutschland.
Wir haben Friedrich gefragt:
Warum bist Du bei AusserGewöhnlich Berlin?
“AusserGewöhnlich Berlin bringt mich raus aus meiner Alltags-Bubble und rein in ein Umfeld, das einfach anders tickt – und vor allem nicht nonstop über Wein redet. Dort treffe ich Menschen, die sich gegenseitig pushen, sichtbar machen und dabei manchmal ganz selbstverständlich zu Freund:innen werden.”
Was ist es, was man nicht über Dich weiß?
“Ich brenne für Brasilien. Meine Frau kommt aus Porto Alegre – das Beste, was einer deutschen Kartoffel passieren kann. Ich reise jedes Jahr hin: Wenn hier Winter ist, ist dort Sommer. Der perfekte Berliner Winter-Escape.
Was mich besonders fasziniert, ist die Mentalität und Warmherzigkeit in sich. Portugiesisch klingt großartig, die Musik hat enormen Charme. Und die Gastronomie in São Paulo und Rio entwickelt sich rasant – kreativ, mutig, lebendig. Sobald das Handelsabkommen zwischen EU und Mercosur steht, sorgen wir dafür, dass in Brasilien richtig guter Wein ins Glas kommt.”
Beschreibung deines Weins?
“Crémant brut vom Weingut Jülg – meinem Familienweingut in der Pfalz. Das Gut liegt im 2.000-Seelen-Dorf Schweigen (jetzt versteht ihr vielleicht, warum ich heute in Berlin lebe), direkt an der deutsch-französischen Grenze. Die Hälfte unserer 20 Hektar liegt tatsächlich in Frankreich (wie das funktioniert? Die Geschichte ist länger, wenn es euch interessiert, sprecht mich gern an).
Für den Crémant kommen die Trauben aus beiden Ländern: 50% Chardonnay und 50% Weißburgunder vom Kalksteinboden, von Hand gelesen, schonend gepresst und im großen Holzfass vergoren. Danach folgt – wie beim Champagner – die zweite Gärung in der Flasche, also die klassische Méthode Champenoise. Nach zwölf Monate Reife geht’s auf den Markt. Cheers!”
Friedrich Jülg: WINZERBRUDER

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